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Die Wikipedia dieser Tage - oder: Diskurs statt LöschenMonday, October 26. 2009Trackbacks
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"Wenn es allerdings um Macht geht, wird ein überwachendes Organ benötigt. Für unsere Politiker ist es das Verfassungsgericht. Die Wikipedia braucht dies genauso und ich sehe hier die Blogosphäre als gutes Organ."
Zuviel Terpentin geschnüffelt? Die Blogosphäre nimmt sich viel zu wichtig.
Jede Kontrollinstanz braucht die Kontrolle von aussen. Da machen die Wikipedia-Admins keine Ausnahme. Die Blogosphäre ist eine beobachtende Öffentlichkeit, die auf den gröbsten Auswüchse sich zu ernstnehmender Wikipedia-Admins hinweist.
PS: Ich hätte gerne die Presse bei dem die Politik kontrollierenden Organ genannt, doch die ist nur noch zahnlos. Bleibt ja nur noch das Verfassungsgericht.
Zur Kugeltheorie: Das Ziel der Wikipedia ist es, anerkanntes und
belegbares Wissen wiederzugeben. Aus diesem Ziel ergibt sich die Seite http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Keine_Theoriefindung und die auf den ersten Blick kurios anmutende Tatsache, dass es durchaus Zeiten gab, in denen die Kugeltheorie vermutlich keinen Eintrag in der Wikipedia bekommen hätte. Das ist aus meiner Sicht (und der Sicht vieler Enzyklopädieleser) übrigens zu begrüßen. Betrachte ich meine Kontakte zur Außenwelt (peergroup, ich weiß), finde ich dort zum übergroßen Teil Menschen, die eben nicht jeden Mist in der Wikipedia finden wollen (den finden sie via Google), sondern auf der Suche nach halbwegs verlässlichen und belastbaren Informationen sind. Bestes Beispiel dafür sind vielleicht die Medien- (und "Nur-Leser"-) Berichte aus den Jahren 2004/2005+, die der Wikipedia eben diesen Vorwurf gemacht haben. Aktuellere Beispiele dafür sind das Bügelbrett (http://br.st/0OL) und der falsche Wilhelm (http://br.st/0OM ). Dein Ansatz Wikipedia-Informationen (und nicht nur diese!) gegenzuchecken ist natürlich genau der richtige und sehr zu begrüßen - trotzdem ist das natürlich kein Grund, die Ansprüche an Verlässlichkeit niedriger anzusetzen. Überwachendes Organ: Lässt sich sicherlich drüber reden, wie so etwas aussehen könnte. Aber die Blogosphäre? Wohl kaum. Warum? In großen Teilen der Blogosphäre herrscht Unkenntnis über die Vorgänge der Wikipedia (warum auch nicht, ist ja kein Zwang, sich da auszukennen). Ich habe aber bereits an vielen anderen Stellen ausgeführt, dass ein System nicht funktionieren kann, bei dem Freiwillige sich zusammengefunden haben, an einem Projekt zu arbeiten und von außen jemand vorzuschreiben versucht, wie die Arbeit zu erledigen sei. Dieser Ansatz ist zum Scheitern verurteilt. Um ein solches System zu ändern, muss der Reformwille aus der Community selbst kommen. |
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